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Fry
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Verfasst: Di 17. Nov 2009, 12:50 |
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Registriert: Mo 24. Aug 2009, 12:04 Beiträge: 80 Wohnort: Je näher an Jena, desto besser :)
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Wie kann es sein, dass ausgerechnet Barack Obama sich beim kommenden Klimagipfel in Kopenhagen schon im Vorfeld so quer stellt? Soll der Mann nicht am 10. Dezember den Friedensnobelpreis erhalten? Nichts gegen eine Gesundheitsreform in den USA, aber nur weil Michael Moore noch keinen Film darüber gemacht hat, heißt das noch lange nicht, dass Klimaschutz nicht DIE Aufgabe der momentanen Regierungschefs sei.
Yes we can - lie and betray?
Ist Barack Obama einfach nur ein Machtmensch, ein Blender, der Überzeugungen vorgespielt hat? Oder sind es politische Ämter die aus Menschen und Visionären wie Barack Obama von eiskalten Lobbyisten gesteuerte Marionetten machen?
Trifft die erste Frage zu, könnte ich damit leben. Die zweite hingegen stellt ein ganzes System in Frage, denn dann heißt Demokratie in den USA wirklich und im wahrsten Sinne, keine Wahl zu haben. Höchstens noch, wem man die Schuld für alles geben kann...
_________________ The earth has music for those who listen.
Zuletzt geändert von Fry am Di 17. Nov 2009, 18:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Verfasst: Di 17. Nov 2009, 12:50 |
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Gunhold
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Verfasst: Di 17. Nov 2009, 16:03 |
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Registriert: Sa 22. Aug 2009, 15:24 Beiträge: 82
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also ich würde obama jetz dafür nicht verantwortlich machen. obama hat in amerika seit seiner wahl irgendwas bei 100 projekten losgetreten(kann leider keine genaue zahl nennen) aber gerade das jetz der erfolg des klimaschutzgipfels nicht mehr unbedingt absehbar ist is wohl kaum seine schuld. das problem sind viel mehr die republikaner die jedem beschluss in richtung co2 emisionskontrolle mit entschiedenem nein entgegenstimmen würden. lies dir das mal hier durch: klick. demnach würde ein solcher beschluss im senat nicht durchgehen wenn alle republikaner dagegenstimmen weil die benötigten 60 pro stimmen nicht zustande kämen. außerdem natürlich auch der langsam in der gesellschaft gegen ihn aufkommende frust, denn seine gesundheitspolitik soll ja von den schultern der reichen aus gestützt werden und die finden das sicher nicht so toll. also was ich damit sagen will: ich finde es vorschnell den präsidenten eines total runtergewirtschafteten systems, das durch kriege milliardenbeträge ausgegeben hat und das wie man an gm sieht niemals nach vorn geschaut hat, jetzt nach einer halbjährigen amtsperiode, jetzt blendertum, lobbyismus oder lügner zu nennen. die demokratie ist in amerika sicher nicht die glücklichste ausführung wie jeder weiß und eben das macht es natürlich schwerer zu agieren.
_________________ ja meeeeeeegageil ein neues forum!
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Fry
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Verfasst: Di 17. Nov 2009, 16:43 |
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Registriert: Mo 24. Aug 2009, 12:04 Beiträge: 80 Wohnort: Je näher an Jena, desto besser :)
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Mh, dass er im eigenen Land nicht die Mehrheit für eine drastische Klimapolitik hätte, wirft natürlich ein anderes Licht auf die Sache. Den letzten Endes kann er in Kopenhagen nicht irgendetwas unterzeichnen, was dann im eigenen Land ohne Folgen bleiben würde, damit würde sich seine Regierung als handlungsunfähig erweisen... Auch, dass eine klare Linie Chinas fehlt, macht es für ihn schwierig.
Was sich meinem Verständnis entzieht, ist, wie eine so klare und wichtige Aufgabe wie die CO2-Emissionsverminderung so stark an politisches Kalkül und nationale Interessen gebunden sein kann. Obama ist mit Sicherheit nicht der Verantwortliche... Aber aus meiner Sicht (und sicher auch der der meisten) hängen so viele Erwartungen an seiner Person. Wer wenn nicht er? Und diese Erwartungen enttäuscht er im Moment ziemlich herb.
_________________ The earth has music for those who listen.
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Gunhold
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Verfasst: Di 17. Nov 2009, 17:39 |
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Registriert: Sa 22. Aug 2009, 15:24 Beiträge: 82
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ja, sicher wünscht man sich, dass die usa sich endlich mal an umweltschutzprogrammen beteiligen, allerdings wird jeder auch obama verstehen, der ohnehin ja schon wackelig dasteht vom rückhalt im land und im senat her und dann soll er den unmöglichen spagat schaffen das land aus der krise zu ziehen und wieder wirtschaftlich aufzupäppeln(natürlich auf staatskosten) und dann aber im gleichen atemzug investitionen vorschreiben, die co2 ausstoß reduzieren, da werden sich die amis die sich damit bisher nicht konfrontiert sahen sicher verarscht vorkommen, so wie wir uns verarscht vorkommen wenn es erst eine steuersenkung gibt und dann eine krankenversicherungsanhebung um den gleichen betrag. das heißt jetzt nicht, dass ich solche investitionen in luftfilter oder in forschung für emissionsärmere verfahrenstechniken nicht für wichtig halte, aber im moment der depression sind investitionen in dieser richtung einfach nicht der richtige lockstoff, weder für die großindustriellen, die aufhören wollen rote zahlen zu schreiben, noch für bürger die arbeitslos geworden sind etc. ich denke obama wird damit schon noch kommen, wenn auch nicht diese klimakonferenz. ich halte obama auf jeden fall für fähig und man merkt ihm die bestrebung an etwas verändern zu wollen
_________________ ja meeeeeeegageil ein neues forum!
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Fry
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Verfasst: Di 17. Nov 2009, 18:48 |
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Registriert: Mo 24. Aug 2009, 12:04 Beiträge: 80 Wohnort: Je näher an Jena, desto besser :)
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Eine Position, die ebenfalls recht weit verbreitet ist: Das Klima ändert sich sowieso, was wollen wir schon dagegen tun? Sich als Mensch einzubilden, man könne Einfluss auf das Klima nehmen, sei pure Hybris.
Dafür spricht, dass "nur" circa 36 Gigatonnen jährlich an CO2 von menschlicher Industrie in die Atmosphäre geblasen werden, was bei der Gesamtmenge von über 550 Gigatonnen (durch natürliche Prozesse bedingt) ja relativ wenig ist. Selbst die extrem ehrgeizige Zielsetzung von 50%er Minderung bis 2050 würde an der Gesamtbilanz, dass nämlich gerade mal 45% dieser über 550 Gigatonnen in Fotosyntheseprozessen gebunden werden, so gut wie gar nichts ändern. Was wir also eigentlich bräuchten, nicht um den CO2 Haushalt wieder auf den vorindustriellen Standard (0,028 %, heute sind es 0,038 %) zu senken, sondern, um die Steigerung auch nur halbwegs in den Griff zu bekommen, ist ein Umkehrprozess. Mehr CO2 binden als ausstoßen. Denn das Problem hat bereits mit der großflächigen Abholzung der Wälder dieser Erde begonnen.
Wenn ich das alles richtig verstanden habe, ergibt sich ein erschütterndes Bild: Was Politiker angesichts dieser Problematik unternehmen: Die Industriestaaten Europas sehen sich vermutlich als Vorreiter in Sachen Emissionsbegrenzung, Stichwort umweltfreundliche Technologie. Deshalb setzten sie voll auf Reduktion. Logisch. China, Indien und USA fahren auf der uneingeschränkten Emissionsschiene ganz gut. Je mehr Emmission, desto mehr Wirtschaftswachstum. Warum also einlenken? Gerade in Krisenzeiten... Die meisten anderen Staaten haben ganz andere Sorgen und versprechen sich von der Klimapolitik vielleicht noch eine satte Finanzspritze.
Ich möchte ja wirklich nicht pessimistisch klingen, ABER...^^
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Gunhold
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Verfasst: Di 17. Nov 2009, 21:00 |
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Registriert: Sa 22. Aug 2009, 15:24 Beiträge: 82
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ach das hat ja mit pessimistisch nichts zu tun es stimmt ja^^
ich denke nicht dass ichs in meinem letzten beitrag so formuliert hab dass ich gegen emissionsbeschränkungen bin, ich hab nur gesagt dass es eben gerade in den usa so verdammt unpopulär ist, dass es auch der hoffnungsträger obama nich anpacken will mehr hab ich eigentlich nich gemeint^^
aber es ist leider knallharte realität dass umweltschutzmaßnahmen teurer sind als ohne zu produzieren ergo schmälern sie den gewinn und damit werden sie für industrienationen zum ballast. ich denke aber auch wenn die usa einmal vorlegen könnten sie mit europa zusammen ein umdenken in der richtung bewirken indem sie aufstrebenden industrienationen wie indien und china ein vorbild sind.
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Fry
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Verfasst: Di 17. Nov 2009, 21:07 |
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Registriert: Mo 24. Aug 2009, 12:04 Beiträge: 80 Wohnort: Je näher an Jena, desto besser :)
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Gunhold hat geschrieben: ich denke nicht dass ichs in meinem letzten beitrag so formuliert hab dass ich gegen emissionsbeschränkungen bin, ... das hab ich auch gar nicht so verstanden... wollte das nur mal in die debatte einstreuen. aus dem gesichtspunkt: was bringt kopenhagen eigentlich? Und wie es aussieht, können sich die Regierungsspitzen dieser Welt, mit Ausnahme der europäischen Industriestaaten, nichtmal zum ersten Schritt auf einem sehr langen Weg durchringen.
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Gunhold
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Verfasst: Di 17. Nov 2009, 22:15 |
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Registriert: Sa 22. Aug 2009, 15:24 Beiträge: 82
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ahsou gut^^ jarp mal sehn wie kopenhagen überhaupt abläuft aber große ergebnisse sind wohl nicht zu erhoffen : /
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Walle
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Verfasst: Di 17. Nov 2009, 23:14 |
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Registriert: Sa 22. Aug 2009, 19:46 Beiträge: 142
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Gunhold hat geschrieben: ich denke aber auch wenn die usa einmal vorlegen könnten sie mit europa zusammen ein umdenken in der richtung bewirken indem sie aufstrebenden industrienationen wie indien und china ein vorbild sind. ich bin der meinung, da helfen gute vorbilder wenig...gerade wenn man endlich an den wohlstand der industrienationen anschließen kann, soll alles wieder gedrosselt werden. ich glaube kaum, dass china sich groß bemühen wird. zumal das reich der mitte vor einem heiklen problem steht: durch die starke braunkohleverbrennung und den starken smogausstoß schwebt über china eine art smogwolke, die das sonnenlicht reflektiert und schatten spendet. verschwindet diese durch abbau von emisionen, steigt die temperatur in china merklich an. das gleiche ist übrigens im osten deutschlands(also hier ^^) nach der wiedervereinigung passiert, als die ganzen braunkohlekraftwerke stillgelegt wurden. deswegen merkt man die globale erwärmung in den neuen bundesländern auch stärker als in der restlichen welt. aber das nur am rande. ich denke nicht, dass von den schwellenländern viel kommen wird, im gegenteil, denn durch wirtschaftlichen aufschwung steigt natürlich auch der wohlstand und luxusgüter wie autos werden erschwinglich. zum vergleich: china hat über 6 milliarden einwohner und knapp 11 millionen autos, in deutschland leben 80 millionen menschen und hier fahren über 41 millionen autos auf den strassen. sicherlich wird sich das verhältnis in den nächsten jahren nicht angleichen, aber der trend ist da und china wird schon jetzt als automarkt der zukunft gehandelt. (vw hat in der ersten hälfte 2008 in china und deutschland etwa gleichviele autos verkauft) EDIT: bitte bleib bei der Wahrheit! China hat 1,3 Mrd Einwohner nicht 6 Mrd, 6,8 Mrd sind die gesamte Weltbevölkerung! Bitte beachten! (thx @fetzi)
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mariä
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Verfasst: Mi 18. Nov 2009, 16:41 |
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Registriert: Mi 18. Nov 2009, 15:35 Beiträge: 22
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zu obama sag ich nur: das er den friedensnobelpreis bekommt, zeigt doch eigentlich nur, wie wenig diese auszeichnung wert ist und wie wenig sie mit frieden zu tun hat (für mich zumindest)
was mich aber noch viel merh beschäftigt: warum wird immernur so viel über co2 geredet? 0,03 %, und davon ist ein bruchteil vom mesnchen verursacht. ich sehe ein, dass das ein problem ist bzw. werden kann, aber haben wir nicht viel größere probleme? allein durch die kriege, die geführt werden. uranwaffen sid für mich da ein ganz großes thema. oder die ölsandwäscherei in kanada, ich hab mal nen artikel in der geo gelesen, hat davon schon jemand gehört? im zusammenhang damit der umgang mit rohstoffen....dass in brasilien der regenwald abgeholzt wird, die brasilianer gezwungen werden ihre landwirtschaft aufzugeben, um dann dort soja anzubauen, was dann genutzt wird, um in europa vieh zu mästen, nur damit wir tonnenweise unsere steaks fressen können. is das pervers? (schweife ich ab?) naja, eins will ich noch sagen: dass alle immer so auf china rumhacken....sicher ist china ein echter umweltsünder, aber pro kopf immernoch weniger schlimm als deutschland....und dass china sich nicht bemüht ist so ein gelaber. china ist als land der größe investor in solartechnik. in china wird so viel in die forschung gesteckt, um solarzellen zu entwicklen, die sich kostenmäßig jeder klaus leisten kann. in china sind motorräder mittlerweile nur noch elektrisch erlaubt. und die fabriken, die das viel co2 ausstoßen? was stellen die denn her? vielleicht unseren scheiß plastikkram? den wir immerzu kaufen, weil wir zu geizig sind manche sachen aus anderen materialien oder anderen produktionen zu kaufen? "an die eigenen nase pcken müssen wir uns. wir müssen uns viel mehr an die eigene nase packen"
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