Planung von gemeynsamen Aktivitäten, vom abendlichen Biergenuss bis zu Thundersex-Parties
Mi 3. Feb 2010, 10:44
oder das hier:
Polizeigewalt? Gericht ordnet Prozess an
ack Osnabrück.
Ist es in Osnabrück zu einem Fall von Polizeibrutalität gekommen? Mit dieser Frage muss sich ab Montag das Amts gericht auseinandersetzen. Ein 28-jähriger Beamter soll im vergangenen Jahr einen Graffiti sprayer misshandelt und schwer verletzt haben. Das Oberlandesgericht Oldenburg (OLG) hatte die Anklage gegen den Willen der Staatsanwaltschaft angeordnet.
Zu dem Zwischenfall kam es in den frühen Morgenstunden des 19. Februar 2008. Ein Zeitungszusteller beobachtete, wie ein Maskierter auf ein Gebäude an der Bohmter Straße die Buchstaben „TNC“ sprühte. Er rief die Polizei. Als die Beamten wenig später eintrafen, gab der Sprayer, ein damals 26-jähriger Student, Fersengeld und rannte auf die nahe gelegene Bahnstrecke.
Über das, was dann geschah, gehen die Schilderungen auseinander. Die drei an dem Einsatz beteiligten Polizisten gaben zu Protokoll, der Verdächtige sei gestolpert und habe sich bei seinem Sturz schwere Gesichtsverletzungen zugezogen.
Der Student hingegen behauptete, zu Boden gegangen und anschließend mit brutaler Gewalt misshandelt worden zu sein. Der 28-jährige Polizist, der sich nun vor Gericht verantworten muss, habe seinen Kopf mehrmals mit Wucht in das Schotterbett geschlagen. Außerdem sei er von ihm und möglicherweise auch von den anderen Polizisten geschlagen und getreten worden.
Fest steht, dass der Sprayer, der im Prozess als Nebenkläger auftritt, Hautabschürfungen und massive Brüche in beiden Kiefern erlitt. Da es später während einer Operation zu Komplikationen kam, trug der junge Mann darüber hinaus eine dauerhafte Schwächung des Gesichtsnervs davon.
Können solche Verletzungen tatsächlich nur durch einen Sturz verursacht worden sein? Diese Frage wird nach Einschätzung des Osnabrücker Strafverteidigers Jens Meggers, der den angeklagten Polizisten vertritt, zum Dreh- und Angelpunkt des Verfahrens werden. Für Meggers steht indes fest: „An den Vorwürfen ist nichts, aber auch gar nichts dran.“
So sah es auch die Staatsanwaltschaft Osnabrück, die im Nachgang die beteiligten Polizisten und die behandelnden Ärzte als Zeugen vernommen hatte. Das vorsorglich eingeleitete Verfahren wegen Körperverletzung im Amt wurde eingestellt – eine Einschätzung, die wenig später von der Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg bestätigt wurde.
Das Oberlandesgericht Oldenburg hingegen folgte der Auffassung der Staatsanwälte nicht. Als Ergebnis eines sogenannten Klageerzwingungsverfahrens, das der Student angestrebt hatte, wiesen die Oberlandesrichter die Staatsanwaltschaft an, den Polizisten doch noch anzuklagen – ein im Justiz-Alltag sehr seltener Vorgang, wie der Osnabrücker Behördensprecher Volker Brandt gestern bestätigte.
Für den Beamten geht es nun um seine berufliche wie auch private Existenz. Im Falle einer Verurteilung droht ihm nicht nur eine Freiheitsstrafe zwischen drei Monaten und fünf Jahren, sondern auch das Ende seiner Laufbahn als Polizist. Außerdem kämen wahrscheinlich massive Schadenersatz- und Schmerzensgeldforderungen auf ihn zu. Rechtsanwalt Meggers: „Davon hängt sein ganzes Leben ab.
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Ergebnis:
Am ersten Verhandlungstag wurde die Anklage verlesen, den Tatvorwurf seht ihr ja im Pressebericht. Der Bulle (entpuppte sich als Zivi von uns) schilderte den Tathergang aus seiner Sicht, verweigerte aber Fragen der Richterin, Staatsanwalt bzw. des Anwalts. Er sagte aus, die Festnahme sei ganz "normal" verlaufen, der Sprayer auf der Flucht im Gleisbett gestürzt, dabei derbe hingeknallt und der Bulle sei dann beim abrupten bremsen aus Versehen auf ihn drauf geknallt. Danach dann die Vernehmung des Sprayers, er bestätigte soweit das Fluchtgeschehen, sagte auch, dass er hingeknallt sei, sich aber mit den Händen reflexartig abstützen könnte. Danach sei sein Kopf 2-3 mal "durch´s Gleisbett gezogen" worden und er habe 4-5 Tritte oder Schläge verspürt. Von wem konnte er nicht sagen, da sein Kopf halt nach unten ins Gleisbett gedrückt wurde. Die ersten 3 Zeugen waren dann Bullen, die am Einsatz beteiligt waren. 2 Bullen, die direkt nach dem unser Zivi den Sprayer zu fassen hatte da waren und ihn festnahmen verweigerten die Aussagen mit der Begründung, weil sie indirekt auch unter Verdacht standen, da der genaue Täter unklar war. Der 3te Bulle hat den Sprayer ins Krankenhaus gebracht und sagte aus, er hat nichts von Gewalt oder so gesagt, im Gegenteil, es wurde recht "normal" nen Smalltalk gehalten. Außerdem schilderte er, wie Festnahmen normalerweise ablaufen und das es durchaus üblich sei, wenn Fluchtgefahr bestehe und ne sturmhaube aus der Jackentasche guckt, dass der Körper bewegungsunfähig gehalten wird und der Kopf nach unten gedrückt wird. Außerdem sorgte der Satz "Wer vor der Polizei wegläuft muß damit rechnen, härter angefasst zu werden" für ein gewisses Raunen im Publikum. Dann ware noch 2 relativ unwichtige Leute da, die bei der OP dabei waren, die konnten nicht wirklich was zur sache beitragen... Nach Tag 1 also quasi Aussage vs. Aussage...
Tag 2 waren dann 3 oder 4 Ärzte als Zeugen geladen, ein Arzt der Notaufnahme, ein Arzt der die OP durchgeführt, ein weiterer aus Hamburg der ein Gutachten erstellt hat und schlußendlich war noch ein neutraler Gutachter da, der über die medizinischen Details auskunft erteilen sollte und eine einschätzung abgeben sollte. Es ging darum, anhand der Verletzungen zu ermitteln, wie die Verletzungen zustande kamen und dementsprechend der Tathergang gewesen sein musste. Kurz und knapp waren sich alle Ärzte einig, dass die Verletzung durch EINE !!!! Gewalteinwirkung zustande kam, weil die ganzen Kieferbrüche irgendwie wie eine "Welle" direkt und indirekt aufeinanderfolgten. Diese eine Gewalteinwirkung könnte der Sturz gewesen sein oder aber auch ein heftiger Druck ins Gleisbett (Schlag, Triit, Drauffallen des Cops)... Ausgeschlossen wurden aber mehrere Gewalteinwirkungen auf den Kiefer... Photos (direkt nach der Festnahme), Röntgenbilde rund die Arztberichte schließen mehrere Gewalteinwirkungen komplett aus, weil mehrere Prellungen, "blaue Flecken" oder ähnliches komplett nicht auszumachen waren. Dadurch deckte sich das nicht mehr mit der Aussage (2-3mal ins Gleisbett, 4-5 Schläge/Tritte) und dem Gericht blieb quasi nichts anderes übrig, als den Cops freizusprechen... Denn selbst wenn er die Verletzung durchßs drauffallen verschuldet hat, ist eine Absicht nicht nachzuweisen gewesen.
Mi 3. Feb 2010, 10:49
oder aber am eigenen Leib miterlebt und mal in Bildern festgehalten =)
http://www.youtube.com/watch?v=xtjBEbqUp9c
Mi 3. Feb 2010, 23:34
"fussballfans sind keine verbrecher!" na wenn das so ist...
http://www.swissinfo.ch/ger/top_news/De ... er=7781154http://www.presseportal.de/polizeipress ... erborn/rsshttp://www.kripo.at/FACHARTIKEL/2009/Ge ... beamte.htmhttp://www.mdr.de/exakt/5772877.htmlhttp://www.kilomike.de/?p=366http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 77,00.htmldiese artikel habe ich in einer halben stunde gefunden, ohne mich groß damit zu beschäftigen. die polizei hier durch einseitige berichte als gewaltbereite verbrecher darzustellen ist meiner meinung nach hetzerei und übertrieben, womit ich nicht die gesamte polizei in schutz nehmen will, schwarze schafe gibt es überall. dies ist aber noch immer keine rechfertigung, an alle wände "a.c.a.b" zu schreiben und polizisten mit sprechchören zu beleidigen.
Fr 5. Feb 2010, 08:11
Walle hat geschrieben:"
die polizei hier durch einseitige berichte als gewaltbereite verbrecher darzustellen ist meiner meinung nach hetzerei und übertrieben
Woher weist du, dass die Berichte einseitig sind?
Natürlich wirst du auf ARD und ZDF niemals Berichte sehen, die die andere Seite beleuchten. Währe ja noch schöner, wenn öffentlich/rechtliche Sender die Executive des Staates hinterfragen/ kritisieren.
Ich will jetzt hier keine Diskussion lostreten, lediglich sollte man seinen eigenen Schädel anstrengen und nicht jeden Bericht einfach so schlucken, wie du es tust. Fakt ist, dass gerade Fußballspiele ne Spielwiese für genau diese schwarzen Schaafe sind, um sich mal so richtig auszutoben. 1000 mal miterlebt. Es passiert ihnen ja auch nix. Im Gegenzug gibts auch Gewalt gegen Polizisten, gerade auf Demos und bei Fußballspielen, aber dafür werden die gut ausgebildet, um genau mit solchen Situationen umgehen zu können. Und dann sollen sie sich halt die Störenfriede schnappen und anzeigen, ist ja ihr Job, juckt mich auch nich..
Es ist doch aber beschämend, dass immerwieder genau die Leute, die für Recht und Ordnung sorgen sollen und den das Gewaltmonopol des Staates innehaben, immerwieder Straftaten begehen können und begehen werden, ohne das rechtliche Konsequenzen folgen..Wie auch immer, ich zieh mich schon lange zurück, wenn es wiedermal Ärger mit Uniformierten gibt, man sitzt ja doch am kürzeren Hebel.
ich beende meinen kleinen Exkurs hiermit:
http://www.youtube.com/watch?v=PdB3V4Hl ... re=related
Fr 5. Feb 2010, 15:48
bei videos und bildern ohne kontext sollte man mit nem urteil immer vorsichtig sein, aber vor allem bei dem letzten sieht man, denke ich, auch so genug. selbst wenn es für den polizisten irgendwie per verordnung das recht gab, da draufzuhauen (und das wage ich zu bezweifeln) - was soll das? sieht so deeskalation aus?
ich muss glaub ich nicht betonen, dass ich keine besondere sympathie für fußballfans habe, erst recht nicht für welche, die gegen ne kleine schlägerei vielleicht gar nichts einzuwenden haben... aber idioten gibts immer. es wird auch immer leute geben, die einfach mal die sau rauslassen wollen, und das halt in diesem rahmen tun. aber wenn ich diese leute einer dunkelziffer an gewaltbereiten staatsdienern gegenüber stelle, die für ihre verbrechen oft nicht einmal belangt werden, und die auf das recht zum waffengebrauch und auf umfangreiche, staatlich finanzierte ressourcen zurück greifen können - dann weiß ich, vor wem ich im zweifelsfall mehr angst hätte.
Sa 6. Feb 2010, 15:09
btw... HAHAHA! dieser "verein" ist dermaßen lächerlich

->
http://www.im-paradies-ist-noch-platz.d ... seite.htmlalso...

ich kann nicht mehr... misswirschaft per execellence und dann mit solchen superaktionen das ausbügeln zu möchten... also wirklich

einfach so grandios lächerlich...
Sa 6. Feb 2010, 20:08
pffft...da solltest du nicht mit der stadion idee kommen, sondern eher mit der rasenheizung, für die jetzt arme kleine kinder hungern müssen

walle...was ist die jenaer philharmonie für dich, außer steuerverschwendung? aber schön, dass du fussballfans und verbrecher bei google eingeben kannst, ohne dich mit den artikeln auseinander zu setzen...dass unter den
cops bei fussballspielen auch ein größeres finsteres gesindel dabei ist, ist kein geheimnis...
@herme:
btw: SIEG!
Sa 6. Feb 2010, 23:26
naja, zur rasenheizung. da bin ich bis jetzt noch über keine quelle gestoßen die seriös ist... aber es stimmt, dass die von der stadt gekauft wurde, oder wer hat sie gekauft? btw, war die nicht erst ein paar jahre alt?


und doch! dieses virtuelle stadion isn dickes ding...
So 7. Feb 2010, 09:10
ja...glaube für rund 360k€...
wurde im zweiten zweitligajahr eingebaut (glaube 07)...da die stadt die rasenheizung nicht bezahlen wollte, hat der verein dat dingens bezahlt...jetzt geht es halt in stadt/(KIJ-)besitz über und im gegenzug wird die miete erhöht...